EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus – Das Gebäude

Das sogenannte Kavalierhaus ist eines der architekturgeschichtlich bedeutendsten Gebäude in Gifhorn. Errichtet wurde es 1546 für einen leitenden Hofbeamten. Die steinerne Fassade im Renaissance-Stil ist einzigartig unter den Gifhorner Bürgerhäusern. Hier wirkte der renommierte Schloss- und Festungsbaumeister Michale Clare, der als Architekt auch für das Schloss verantwortlich zeichnete. Ein Portal im Inneren am Durchgang zu einem repräsentativen Raum und selbst noch die Gebäuderückseite mit ihrem mächtigen Eichenfachwerk setzen Status und Vermögen offensiv in Szene. Auch aus der Bauzeit stammen der Gewölbekeller und der hohe, in wesentlichen Teilen noch originale Dachboden. Hier findet sich unter anderem ein intaktes, um 1700 eingebautes Lastenaufzugsrad. Das denkmalgeschützte Haus wurde von 2008 bis 2010 umfassend denkmalgerecht saniert. Es wird von der Bürgerstiftung Kavalierhaus getragen und beherbergt neben dem Museum weitere Kulturinstitutionen.

Die Museumswohnung

Fast 70 Jahre bewohnte Emma Wrede das sogenannte Kavalierhaus. Als sie 1997 verstarb, vermachten ihre Erben Haus und Inventar dem Landkreis Gifhorn. Emma Wredes unverändert belassene Wohnung bildet das Herzstück des Museums und ist ein wahres Kleinod in der Museumslandschaft, ein einzigartiges und authentisches Zeugnis kleinstädtisch-bürgerlicher Wohnkultur in Gifhorn. Zahlreiche Feinheiten zur Entwicklung des Wohnens und Wirtschaftens seit den 1930er Jahren lassen sich ablesen, von der wechselnden Heiztechnik bis zur Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. In der Diele hängt an der Garderobe ein Lodenmantel und scheint auf die Trägerin zu warten – und am gemütlichen Sitzplatz in der Utlucht steht das Nähkästchen ebenso noch auf dem Tisch wie im Herrenzimmer der Aschenbecher.

Das Museum umfasst sechs Wohnräume, dazu die Diele, ein erst spät eingebautes Bad, Küche und Speisekammer. Im kühlen Keller lagert noch heute von Emma Wrede eingemachtes Obst und Gemüse. Hinter dem Haus erstreckt sich einer der letzten erhaltenen Streifengärten Gifhorns mit seiner traditionellen Gliederung in Schau- und Nutzbereich. Diese Struktur wird bis heute von ehrenamtlichen Gartenfreunden gepflegt. Entsprechend der Jahreszeit blühen unterschiedlichste Pflanzen, Obst und Gemüse reifen heran. Im Nebengebäude auf dem langgestreckten Grundstück fanden Gartengeräte, Werkzeuge und Kleinvieh ihren Platz.


Die Wohnung kann frei oder mit einer Führung besichtigt werden. Regelmäßig werden Lesungen und kreative Aktionen angeboten. Und im modernen Saal im Erdgeschoss findet die Zeitgeschichte ihren Raum in Sonderausstellungen.

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