01.03. - 07.04.2019

Ausstellung

Schulmuseum Steinhorst

Franz Jüttner - ein Künstler kommentiert den Ersten Weltkrieg

Die neue Sonderausstellung zeigt handgezeichnete Propagandakarikaturen aus dem Ersten Weltkrieg (1914-1918). Gefertigt hat sie Franz Albert Jüttner (1865-1926), einer der bekanntesten Karikaturisten im Deutschen Kaiserreich. Daneben werden schlaglichtartig die Folgen von Krieg und Propaganda für Kinder und Schule, auch regional, beleuchtet. Unter den vielen Originalstücken sticht das große "Hankensbüttler Kriegswahrzeichen" von 1916 hervor. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei.

Achtung: Die Ausstellung läuft ab 1. März nur noch bis inklusive Sonntag, 7. April 2019.

Präsentiert wird eine Auswahl von nie zuvor öffentlich gezeigten Originalzeichnungen zu politischen Karikaturen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914-1918). Der Zeichner dieser kleinen Kunstwerke war Franz Albert Jüttner, damals einer der "Starzeichner" der "Lustigen Blätter" aus Berlin. Dieses Satireblatt war, neben dem Münchener "Simplicissimus", das wohl bekannteste Pressemedium, in dem eine - bürgerlich-liberale - Kritik an empfundenen Fehlentwicklungen im damaligen Obrigkeitsstaat formuliert wurde.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs schwenkten, wie die meisten Medien, auch die deutschen Satire-Blätter auf Kriegspropaganda um. Auch durch ihre Arbeit wurde in der deutschen Bevölkerung über mehr als vier Jahre hinweg eine weitgehend positive Stimmung aufrecht erhalten, während in kritischen Kreisen längst klar war, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen war.

Eindrücke von Franz Jüttners Anteil an der deutschen Kriegspropaganda zeigt die neue Ausstellung im Schulmuseum. Sie geht auf sein Leben und Werk ebenso ein wie auf die Aspekte Propaganda und Karikatur im Kaiserreich und während des Krieges. Darüber hinaus wird ein Blick auf die teils gravierenden Auswirkungen des großen Konflikts auf das Leben von Kindern und Lehrkräftem und den Schulalltag geworfen - mit einem Fokus auf der Situation im ländlichen Raum.

Nach Ende der Winterpause ist die Sonderausstellung ab dem 1. März bis inklusive 7. April 2019 wieder zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu besuchen. Davon unabhängig sind Gruppenführungen auf Anfrage auch in der Winterpause nach Absprache möglich.

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