Steinerne Kanonenkugel

Beim Bau des Gifhorner Rathauses 1982 wurden unter anderem steinerne Kanonenkugeln gefunden. Handelt es sich um Zeugnisse der Kämpfe vom 20. Juni 1519? (Foto: Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn).

„Von brüllenden Löwen und zischenden Schlangen"

Mi., 06.03.2024, 18 Uhr
Vortrag von Lennart Bohnenkamp und Dr. Ingo Eichfeld
Historisches Museum Schloss Gifhorn

„Von brüllenden Löwen und zischenden Schlangen: Die Zerstörung der Stadt Gifhorn am 20. Juni 1519 aus historisch-archäologischer Perspektive.“

Ein Vortrag von Lennart Bohnenkamp und Dr. Ingo Eichfeld im Rahmen der Sonderausstellung „Die Gifhorner Welfen. Alte und neue Welten in unruhiger Zeit“. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Mit freundlicher Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V.

Der 20. Juni 1519 war ein Schicksalstag für die heutige Stadt Gifhorn. Im Zuge der sogenannten Hildesheimer Stiftsfehde, einer der blutigsten Kriege in unserer Region am Übergang zur frühen Neuzeit, waren Tage zuvor bereits Peine, Burgdorf und Meinersen überfallen und zerstört worden. Nun stehen die calenbergisch-wolfenbüttelschen Truppen mit ihren Geschützen vor den Toren Gifhorns, das bald darauf ebenfalls geplündert und zerstört wird. „Anno domini … wart Giffhorn und andere blecke und dorppe affgebrandt“. Mit diesen dürren Worten berichtet das Gifhorner Ratsbuch über das einschneidende Ereignis. Um mehr zu erfahren, müssen andere Quellen – historische und archäologische – wie ein Puzzle zusammengesetzt werden. Dieser Aufgabe stellen sich der Historiker Lennart Bohnenkamp und der Archäologe Dr. Ingo Eichfeld in ihrem gemeinsamen Vortrag.