Sonderausstellung Koedukation

Koedukation - gemeinsam - getrennt

Schulmuseum Steinhorst

04.03.bis 28.06.2020

Sonderausstellung zur Geschichte der Mädchen- und Jungenbildung in Deutschland

Mittwoch bis Samstag 14 bis 16 Uhr, Sonntage und Feiertage 11 bis 17 Uhr

Für Gruppen sind auf Absprache Führungen außerhalb dieser Zeiten möglich

Koedukation – so nennt die Fachsprache die gemeinsame Schulausbildung von Mädchen und Jungen. Sie ist heute in Deutschland allgemein üblich. Doch das war nicht immer der Fall. Ganz im Gegenteil: Ab dem Mittelalter dominierte immer wieder der ganz oder teils nach Geschlechtern getrennte Unterricht – die Monoedukation. Die Ursachen dafür waren vielfältig. Es gab fachliche, praktische, religiöse und ideologische Gründe dafür oder dagegen. Phasenweise spielte auch die Diskriminierung von Mädchen und Frauen eine Rolle.

Und wie war es an den Schulen und Bildungsstätten, die Sie in Ihrem Leben besucht haben? Wurden dort Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet? Oder lernten Sie nur zusammen mit Kindern Ihres Geschlechts? Und wie sah es noch bei Ihren Großeltern aus? Gehen Sie mit uns auf eine kleine Reise in die Vergangenheit – und erfahren Sie mehr über ein Thema, das uns alle betrifft.

Die Sonderausstellung skizziert den langen und kontroversen Weg der Koedukation im Laufe der deutschen Geschichte. Sie bietet einen Überblick über die Entwicklung seit dem Spätmittelalter. Der Schwerpunkt liegt jedoch im späten 19. und im 20. Jahrhundert. Schlaglichtartig werden politische und gesellschaftliche Hintergründe beleuchtet. Sie verdeutlichen etwa die Ursachen der Reformen in der ersten deutschen Demokratie, der „Weimarer Republik“. Aufgezeigt werden auch die reaktionären Bestrebungen der Nationalsozialisten und die getrennten Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Ergänzend werden mit Helene Lange (1848-1930) und Hedwig Dohm (1831-1919) zwei bedeutende Wegbereiterinnen der Koedukation in Deutschland vorgestellt.

Die Sonderausstellung wird bei Interesse kostenlos an Schulen und andere Bildungseinrichtungen verliehen. Vorlagen für Lehrmaterialien zur Durchführung eines Projektes „Wir erforschen die Geschichte der Koedukation an unserer Schule“ können ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt ist konzipiert für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9. Bei Interesse kontaktieren Sie den Leiter des Schulmuseums, Herrn Arne Homann M. A., per E-Mail an: a.homann(at)museen-gifhorn.de.

» Flyer zum Download, PDF

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