Auf den Spuren der Vergangenheit

Das Scheibenkreuz von Rade

Das Scheibenkreuz von Rade ist das schönste und eindruckvollste unter den sogenannten Kleindenkmalen. Es ist eine große Steinscheibe mit einem Durchmesser von ca. 1,0 m, die in eine Säule übergeht, so daß sich eine Gesamthöhe von 1,95 m ergibt. Die Säule ist jedoch eingegraben, so daß obertägig nur die Scheibe sichtbar ist, auf deren beiden Seiten noch Kreuze, Einmuldungen und weitere „Verzierungen“ zu erkennen sind.

Scheibenkreuze wurden zumeist als Gedenkstein für eine wichtige Begebenheit oder als Sühnestein für eine kriminelle Handlung aufgestellt. Sie sind in das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit zu datieren. Hier zeigen sich nochmal heidnische Bräuche, die mit christlichen Zeichen und Symbolen kombiniert wurden.

Laut einer Sage soll an dieser Stelle ein Glockengießer seinen Lehrling erschlagen haben, da dieser eigenmächtig eine Glocke ausgegossen hatte und der Meister glaubte, daß sie nicht gut geworden sein konnte, was sich allerdings als Trugschluß herausstellen sollte. Darüber hinaus gibt es noch weitere fünf Legenden, die man mit den folgenden Überschriften zusammenfassen kann: Der Treppenstein, der Backofenstein, der Heilstein, der Katzenstein und der Grabstein.

Wo geht’s lang? Von Wittingen nach Waddekath, ca. 30 m vor der Abzweigung nach Rade, rechts am Straßenrand.
10° 46’ 35,60” O / 52° 43’ 45,50” N

 

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