Steinweg 3
38518 Gifhorn

05371.9459-106

EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus

Öffnungszeiten

Samstag11 – 13 Uhr
Sonntag15 – 17 Uhr
Feiertage15 – 17 Uhr
Winterpause ab dem 16.12.2019 und bis inkl. 17.01.2020
 

Eintritt

Erwachsene2,50€
Kinder bis 11 Jahrefrei
12 - 18 Jahre
Schüler, Studenten mit Ausweis und Sozialpassinhaber
1,00€
Familien (2 Erwachsene plus Kind(er)5,50€
Führungen für angemeldete Gruppen1 Stunde 40,00€
+ 1,00€ pro Person
Kurzweil am Feierabend6,00€
  

Barrierefreiheit

Unsere Museen sind leider nicht barrierefrei. Bei diesbezüglichen Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im jeweiligen Haus.

 

Gastronomie

EMMA liegt direkt in der Gifhorner Fußgängerzone. Hier finden Sie zahlreiche Restaurants und Cafés.

 

EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus – Das Gebäude

Das sogenannte Kavalierhaus ist eines der architekturgeschichtlich bedeutendsten Gebäude in Gifhorn. Errichtet wurde es 1546 für einen leitenden Hofbeamten. Die steinerne Fassade im Renaissance-Stil ist einzigartig unter den Gifhorner Bürgerhäusern. Hier wirkte der renommierte Schloss- und Festungsbaumeister Michale Clare, der als Architekt auch für das Schloss verantwortlich zeichnete. Ein Portal im Inneren am Durchgang zu einem repräsentativen Raum und selbst noch die Gebäuderückseite mit ihrem mächtigen Eichenfachwerk setzen Status und Vermögen offensiv in Szene. Auch aus der Bauzeit stammen der Gewölbekeller und der hohe, in wesentlichen Teilen noch originale Dachboden. Hier findet sich unter anderem ein intaktes, um 1700 eingebautes Lastenaufzugsrad. Das denkmalgeschützte Haus wurde von 2008 bis 2010 umfassend denkmalgerecht saniert. Es wird von der Bürgerstiftung Kavalierhaus getragen und beherbergt neben dem Museum weitere Kulturinstitutionen.

ANMELDUNG UND INFOS

05371.9459-106

Termine nach Vereinbarung

Museumspädagogische Angebote

Die museumspädagogischen Angebote der Museen des Landkreises Gifhorn sind insbesondere für Schulklassen im Rahmen des Unterrichtsfachs Geschichte eine spannende und lehrreiche Ergänzung. Aber auch für allgemeine Schulausflüge, Jugendgruppen und für die Geburtstagsfeier finden Sie in unseren Museen ein unterhaltsames Angebot.

Angebote für Gruppen

Für Gruppen bieten wir thematische Führungen und Unternehmungen. Sie erhalten fundierte Einblicke und neue Sichtweisen auf verschiedene Themen unserer Region. Bei vielen unserer Gruppenangebote haben Sie zudem die Möglichkeit, die originalen Exponate anzufassen und auszuprobieren. In einigen unsere Museen können Sie auch Ihre Klassentreffen, Betriebsausflüge und Familienfeiern in besondererem Ambiente ausrichten.

 

Dauer: je nach Gruppengröße 1-2 Stunden

  • Wer hat das Kavalierhaus gebaut?
  • Wie lebten die Urgroßeltern?
  • Wie wurden die Lebensmittel gelagert?

Diese und viele andere spannende Themen werden im Verlauf einer Führung im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet.

Dauer: ca. 3 Stunden

Schüler und Schülerinnen werden zu selbständigen Forschern in Sachen Geschichte des Kavalierhauses und des „bürgerlichen Wohnens“. Ihre Forschungsergebnisse stellen sie sich dann gegenseitig im Verlauf einer selbständig erarbeiteten Führung vor.

Themenauswahl:

  • Alles unter Dach und Fach?
    Bauen und Baumaterialien in der Vergangenheit
  • Wo geht´s hier zum Klo?
    Hygiene im Wandel der Zeit.
  • Keller, Boden, Speisekammer
    Konservierung und Lagerung von Lebensmitteln

Dauer: ca. 1 1/2 Stunden

Wo war das Kinderzimmer in einer bürgerlichen Wohnung?
Angeregt durch diese Frage werden alle Räume des Museums erkundet, um dabei herauszufinden, ob unserer Urgroßeltern, als sie Kinder waren, einen Raum speziell für sich als Kinderzimmer zur Verfügung hatten?
Dieser und vieler weiterer spannender Frage soll während eines Rundgangs im Museum nachgegangen werden.
Und zur Erinnerung wird ein Bild gestaltet.

Auch als Führung (ohne Malangebot) Dauer: ca. 45 Minuten

Dauer: ca. 1 Stunde

Auch für die Kleinsten gehört das Telefon heute selbstverständlich zum Alltag dazu.
Aber wie war es früher? Sieht das Telefon in der Museumswohnung genauso aus wie unser gebräuchliches Tastentelefon?
Kann man auch mit zwei Bechern und einer Schnurr „telefonieren“?
Ob und wie das geht, wird erprobt und dabei die Museumswohnung erkundet.

Dauer: ca. 2 Stunden
für Kinder zwischen 6-8 Jahren

Es gibt viele Möglichkeiten sich durch Geräusche bemerkbar zu machen. Und gewiss findet die Geburtstagsgesellschaft Gefallen daran, den Wegen der Kommunikation vom Türklopfer der Eingangstür bis hin zum Telefon quer durch die Museumswohnung nachzugehen. Aber kann man sich ein Telefon auch selber bauen? Das finden die Gäste mit Bechern und Faden heraus.

Von dunklen Winkeln und hellem Licht – eine (Grusel-)führung durch das Museum
Dauer: ca. 2 Stunden
für Kinder zwischen 8-10 Jahren

So ein altes Gebäude wie das Kavalierhaus hat einige geheime, dunkle Winkel und Ecken. Da kann man sich schon gruseln! Wie bringt man da nur Licht ins Dunkel? Um die Entwicklung der Beleuchtung von der Kerze über die Petroleumlampe bis zum elektrischen Licht dreht sich bei diesem Rundgang alles – Vieles kann auch ausprobiert werden. Und so bringt die Geburtstagsgesellschaft viel Licht ins Dunkel.

Die Museumswohnung

Fast 70 Jahre bewohnte Emma Wrede das sogenannte Kavalierhaus. Als sie 1997 verstarb, vermachten ihre Erben Haus und Inventar dem Landkreis Gifhorn. Emma Wredes unverändert belassene Wohnung bildet das Herzstück des Museums und ist ein wahres Kleinod in der Museumslandschaft, ein einzigartiges und authentisches Zeugnis kleinstädtisch-bürgerlicher Wohnkultur in Gifhorn. Zahlreiche Feinheiten zur Entwicklung des Wohnens und Wirtschaftens seit den 1930er Jahren lassen sich ablesen, von der wechselnden Heiztechnik bis zur Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. In der Diele hängt an der Garderobe ein Lodenmantel und scheint auf die Trägerin zu warten – und am gemütlichen Sitzplatz in der Utlucht steht das Nähkästchen ebenso noch auf dem Tisch wie im Herrenzimmer der Aschenbecher.

Das Museum umfasst sechs Wohnräume, dazu die Diele, ein erst spät eingebautes Bad, Küche und Speisekammer. Im kühlen Keller lagert noch heute von Emma Wrede eingemachtes Obst und Gemüse. Hinter dem Haus erstreckt sich einer der letzten erhaltenen Streifengärten Gifhorns mit seiner traditionellen Gliederung in Schau- und Nutzbereich. Diese Struktur wird bis heute von ehrenamtlichen Gartenfreunden gepflegt. Entsprechend der Jahreszeit blühen unterschiedlichste Pflanzen, Obst und Gemüse reifen heran. Im Nebengebäude auf dem langgestreckten Grundstück fanden Gartengeräte, Werkzeuge und Kleinvieh ihren Platz.


Die Wohnung kann frei oder mit einer Führung besichtigt werden. Regelmäßig werden Lesungen und kreative Aktionen angeboten. Und im modernen Saal im Erdgeschoss findet die Zeitgeschichte ihren Raum in Sonderausstellungen.

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